Vom 20. bis 22. Juni 2011 trafen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Entwicklungsorganisationen am Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn zu einer internationalen Veranstaltung über Marginalität und extreme Armut zusammen.
Trotz der großen internationalen und durchaus erfolgreichen Anstrengungen zur Bekämpfung der globalen Armut bleibt die Zahl der sogenannten marginalisierten Armen hoch, insbesondere im sub-saharischen Afrika, aber auch in anderen Teilen der Welt. Die Betroffenen leben vorwiegend in abgelegenen ländlichen Gebieten am Rand der Gesellschaft, gehören zu ethnischen Minderheiten, sind sozial ausgegrenzt und zumeist Frauen. Herkömmliche Armutsbekämpfungs- und Entwicklungsprogramme erreichen diese Bevölkerungsgruppen kaum.
Rund 40 Wissenschaftler, sozial engagierte Unternehmer und Praktiker aus Entwicklungsorganisationen diskutierten vom 20. bis 22. Juni 2011 am Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn (ZEF) die Ursachen, die Art und das Ausmaß der Marginalisierung sowie ihren Einfluss auf die extreme Armut. Die internationale und interdisziplinäre Konferenz „Marginality and Extreme Poverty: Towards Inclusive Development for and with the Poorest“ wurde von der VolkswagenStiftung und der Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt. Sie war zugleich der Einstieg in den Aufbau eines größeren Forschungsnetzwerks, das sich der Bekämpfung extremer Armut und der besseren Einbindung marginalisierter Menschen in Entwicklungsprojekte widmen soll.
