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4,7 Millionen Euro für die Erforschung von Extremereignissen

20. April 2011 2011-04-20
Foto: Erdbebenschäden in L'Aguila, Italien (Helga Dörk / pixelio.de)

Monsterwellen, Tsunamis, Erdbeben oder Unwetter – diese so genannten Extremereignisse treten in der Regel plötzlich und ohne Vorwarnung auf und haben meist verheerende Folgen für den Menschen. Die VolkswagenStiftung unterstützt jetzt mit über 4,7 Millionen Euro die Erforschung solcher Extrema in ihrer Förderinitiative "Neue konzeptionelle Ansätze zur Modellierung und Simulation komplexer Systeme".

An den acht interdisziplinären Forschungsvorhaben sind insgesamt 28 wissenschaftliche Einrichtungen beteiligt, darunter sieben im Ausland. Deutsche, russische und australische Wissenschaftler der Universitäten Hamburg-Harburg, Oldenburg und Canberra sowie der Akademie in Nischni Nowgorod untersuchen beispielsweise, wie extrem hohe Wellen von über 25 Metern Höhe entstehen, die selbst für große Schiffe eine Gefahr darstellen. Diese so genannten Kaventsmänner galten lange als Seemannsgarn, doch inzwischen wurden sie sogar gefilmt.

Warum es zu plötzlichen Batterieexplosionen in Lithiumbatterien kommt, wie vor einigen Jahren in Laptops – dieser Frage gehen Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Universität Stuttgart und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung in Ulm auf den Grund. Dieses Sicherheitsrisiko verhindert bisher den großflächigen Einsatz von Lithiumbatterien in der Elektromobilität oder für Energiespeicherwerke.

Gleich mehrere Projekte beschäftigen sich mit geowissenschaftlichen und meteorologischen Phänomenen wie Unwettern, extremen Niederschlägen, Erdbeben und Tsunamis. Ziel ist es, die Modellierung von Extrema nicht nur in Simulationsfragen und der Extremwertstatistik voranzubringen, sondern auch im Hinblick auf die Vorhersagbarkeit solcher Ereignisse. So lassen sich möglicherweise neue Ansatzpunkte für Vorwarnungs-, Schutz- und Schadenminderungskonzepte entwickeln.

Foto: Helga Dörk / pixelio.de

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