Harvard-Fellowships
Bewilligungen/Grants 2009
The commonwealth. Foundations of a poststatal political philosophy
Bewilligung: 12.08.2009 Laufzeit: 1 Jahr
Suprastaatliche Institutionen, aber auch substaatliche Organisationen wie private Interessensgruppen beeinflussen in zunehmendem Maße die Fähigkeit einer Nation, ihre ökonomischen oder sozialen Aufgaben wahrzunehmen. Ist unter diesen Bedingungen der Staat überhaupt noch Voraussetzung für die Aufrechterhaltung von politischer Ordnung? Und sind alternative politische Formen denkbar, die nicht auf Staatlichkeit basieren? Ziel des Forschungsprojekts ist es, die politische Philosophie einer nichtstaatlichen politischen Ordnung zu entwickeln. Eine solche Philosophie muss sich in dreierlei Hinsicht auszeichnen. Sie muss erstens poststaatlich sein, das heißt den Staat nicht als primären Bezugspunkt setzen, sondern verschiedene infra- und suprastaatliche Organisationsformen einbeziehen, sie muss zweitens politisch sein, das heißt die Rolle des Konflikts als Kennzeichen politischer Ordnungen berücksichtigen, und sie muss drittens evolutionär sein, das heißt Bedingungen des Entstehens und Wandels von Ordnungen reflektieren. Das Projekt integriert Ansätze aus den Geschichts- Rechts- und Sozialwissenschaften in eine philosophische Analyse.
Universität Erfurt
Max-Weber-Kolleg für kultur- und
sozialwissenschaftliche Studien
Dr. Detlef von Daniels
Am Hügel 1
99084 Erfurt
Tel.: 0361 737 2802
Fax: 0361 737 2809
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Figures of Transformation: Transubstantiation, Disguise and Transculturation in Early Modern Prose Fiction
Bewilligung: 31.07.2009 Laufzeit: 1 Jahr
Das Forschungsvorhaben untersucht Szenarien der körperlichen Verwandlung in englischsprachiger fiktionaler Prosa von den 1550er Jahren bis zum frühen siebzehnten Jahrhundert, die sich in den ausgewählten Texten in drei paradigmatischen Denkfiguren manifestieren: In der Transsubstantiation, der Verwandlung durch Verkleidung und der Idee der Transkulturation. Dabei geht das Projekt von der Hypothese aus, dass sich eine Genealogie nachzeichnen lässt von der intensiven theologischen Eucharistiedebatte im Rahmen der Reformation, in deren Zentrum die Frage nach der Haltbarkeit der katholischen Lehre der Transsubstantiation stand, zu literarischen Szenarien der Verkleidung und der erwünschten oder drohenden Transformation von Körpern und Identitäten. Mit Bezug auf frühneuzeitliche Quellen untersucht das Vorhaben, in welcher Form diese literarischen Transformations-Szenarien kulturell brisante Fragen nach religiöser, geschlechtlicher, Klassen- und ethnischer/nationaler Identität aufgreifen und verhandeln. Die untersuchten Transformationsfiguren dienen zugleich, so eine weitere These des Projekts, der metafiktionalen Reflektion über den Stellenwert erzählender Prosa, die sich im untersuchten Zeitraum erst als ernstzunehmende literarische Gattung zu etablieren begann.
Universität Augsburg
Lehrstuhl für Englische Literaturwissenschaft
Dr. Christina Wald
Universitätsstraße 10
86259 Augsburg
Tel.: 0821 598 5750
Fax: 0821 598 5638
Homepage: http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/anglistik/literaturwissenschaft/mitarbeiterInnen/christina_wald/
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Western Perspectives on the Mediterranean in the Seventh Century: Fredegar's World
Bewilligung: 06.07.2009 Laufzeit: 1 Jahr
Das 7. Jahrhundert stellt eine Zeit großer politischer und kultureller Veränderungen im Mittelmeerraum dar. Die islamische Expansion rief einen Wandel der politischen Verhältnisse hervor, der zunächst das Byzantinische Reich im Osten betraf, aber auch in den germanischen Königreichen im Westen Europas wahrgenommen wurde. Das Interesse der Forschung galt bislang vornehmlich den sozialen und ökonomischen Auswirkungen dieser politischen Entwicklung, die noch heute spürbar sind. Das Forschungsprojekt nimmt dagegen die Folgen der Ereignisse für die kulturellen und religiösen Verbindungen und Kontakte im Mittelmeerraum in den Blick und beleuchtet zugleich ihre Wahrnehmung im Westen. Dabei steht die Analyse der sogenannten Fredegar-Chronik, des wichtigsten historiografischen Werks des 7. Jahrhunderts, im Zentrum der Untersuchung. Aus der genauen Analyse der Chronik, ihres Autors und ihrer Quellen sollen Rückschlüsse darauf gezogen werden, welche Informationen in jener Zeit im Westen zugänglich waren, wie diese Informationen aufgenommen wurden und wie sie das zeitgenössische Weltbild beeinflussten. In dieser Fragestellung werden Ansätze aus der Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaft vereinigt.
Freie Universität Berlin
Geschichts- und Kulturwissenschaften
Friedrich-Meinecke-Institut
Dr. Andreas Fischer
Koserstraße 20
14195 Berlin
Tel.: 030 838 53 554
Fax: 030 838 54 524
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Informationen
zu dieser Initiative:
Bislang bewilligte Fellowships:
Bewilligungen 2009
Bewilligungen 2008
zum Humanities Center at Harvard:
http://www.fas.harvard.edu/~humcentr
allgemein: