Harvard-Fellowships

Bewilligungen / Grants 2008


The Servant. Transformations of a Figure Between King and Client

Bewilligung: 08.07.2008 Laufzeit: 1 Jahr

Das Forschungsprojekt verfolgt eine systematische, historische Epochen sowie disziplinäre Grenzen übergreifende Medien- und Kulturgeschichte des Dieners vom 18. Jahrhundert bis heute. Einerseits gilt es, dem produktiven, untergründigen Anteil der Gehilfen an Prozessen der Wissensproduktion und der Frage nach ihrem Status als medialer Erkenntnisfigur nachzuspüren. Andererseits geht es darum, die (Denk-)Figur und Metapher des Dieners in gegenwärtigen Kontexten zu verorten, also ihrer Wirkungsmacht im Digitalen nachzugehen. Denn längst sind die klassischen Funktionen der Subalternen delegiert an ein komplexes Ensemble aus technischen Geräten, elektronischen Netzwerken und standardisierten Protokollen. Die Studie fragt daher nach den Zusammenhängen der beiden, auf den ersten Blick entlegenen Gebiete, der historischen Figur des Dieners einerseits und den (Kon-)Figurationen von Dienstleistungen in virtuellen Welten andererseits. Das Projekt zielt darauf ab, die vielfältigen Transformationsetappen zwischen beiden Bereichen in ihrer Genealogie zu ergründen. Wenn es darum geht, die komplexe Genese unserer Dienstleistungsgesellschaft zu analysieren, verspricht das Humanities Center der Harvard University mit seinen dezidiert transdisziplinären Fragestellungen der ideale Ort für dieses Vorhaben zu sein.

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Medien
Mediengeschichte der Wissenschaften
Dr. Markus Krajewski
Bauhausstraße 11
99421 Weimar
Tel.: 03643 583-840
Fax: 03643 583-751
Homepage: http://www.uni-weimar.de/medien/wissenschaftsgeschichte/personen/personen.html

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Establishing Security in Late Classical Greece - Concepts for Peace and Interstate Stability in the 4th Century B.C.

Bewilligung: 25.05.2008  Laufzeit: 1 Jahr

Das 4. Jahrhundert v.Chr. stellt auch im Bereich der zwischenstaatlichen Beziehungen eine Epoche der Neuerungen und Innovationen dar, in der neue Ordnungskonzepte und Versuche zur Befriedung und Stabilisierung der chaotischen Verhältnisse im griechischen Mutterland entworfen, diskutiert, festgeschrieben und verändert wurden. Aufgrund der instabilen Machtverhältnisse unterlagen die außenpolitischen Ordnungskonzepte, ihre Kernbegriffe und Leitideen einem permanenten Wandel. Das Forschungsprojekt untersucht eben jene Ideen und Konzepte einer übergreifenden Regelung der außenpolitischen Beziehungen als Ausgangslage für die weitere Einordnung und Bewertung dieser Brückenzeit. Da die Werke der griechischen Staatsphilosophie die Außenbeziehungen nicht als eigenständiges Thema behandeln, verbindet das Projekt Ansätze der Begriffs-, Rechts-, Geistes- und Ideengeschichte mit der Analyse der politischen Entwicklungen. Das Humanities Center der Harvard University mit seiner dezidierten Ausrichtung auf die Förderung der fächerübergreifenden geisteswissenschaftlichen Diskussion bietet damit die idealen Voraussetzungen für eine solche interdisziplinäre Untersuchung.

Freie Universität Berlin
FB Geschichts- und Kulturwissenschaften
Friedrich-Meinecke-Institut (WE 1)
Dr. Julia Wilker
Koserstraße 20
14195 Berlin
Tel.: 030 838 53 633
Fax: 030 838 56 830

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