Integration molekularer Komponenten in funktionale makroskopische Systeme

derzeit keine offene Ausschreibung
Kooperieren im Feld der Quantencomputer-Forschung: Dr. Wolfgang Harneit, Prof. Angelika Kühnle und Dr. Kilian Singer beim Arbeitstreffen in der Universität Mainz (Foto: Jens Steingässer).

Mit der Initiative "Integration molekularer Komponenten in funktionale makroskopische Systeme" werden Projekte aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin gefördert, die eine Verknüpfung molekularer oder nanoskaliger Einheiten zu komplexeren Funktionssystemen anstreben.

Ziel der Initiative

Seit Jahren entwickeln Wissenschaftler neue Materialien und Komponenten mit herausragenden Eigenschaften im Nanometerbereich. Bislang sind dies vor allem Einzelkomponenten, während größere Anwendungen basierend auf diesen Bausteinen immer noch die Ausnahme bilden. Im Vordergrund dieser Förderinitiative steht daher die Verknüpfung molekularer oder nanoskaliger Einheiten zu komplexeren Funktionssystemen mit makroskopisch nutzbaren Effekten. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, die fehlende Schnittstelle zwischen der makroskopischen und der Nano-Welt zu schaffen.

Förderangebot

Die Stiftung nimmt mit diesem Förderangebot die gesamte Forschungskette in den Blick: Sie reicht von der Herstellung der winzigen Bausteine über deren Integration in größere Systeme, von der Kontrollierbarkeit und Manipulation über den Funktionsnachweis bis hin zur Herstellung von Prototypen eines Gerätes oder Bauelements. Mindestens zwei dieser Schritte sollten die geförderten Vorhaben integrieren. Das Förderangebot geht damit bewusst einen Schritt weg von der reinen Grundlagenforschung.

Angesprochen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen: von der Chemie über die Physik bis hin zur Biologie, außerdem die Ingenieurwissenschaften und mitunter auch die Medizin. Integrative Projekte – auch mit ausländischen Kooperationspartnern – werden ebenso unterstützt wie herausragende einzelne Arbeitsgruppen.

Um der Breite an lohnenswerten Förderfeldern gerecht zu werden, ist die Initiative thematisch offen. Vorgesehen ist eine längerfristige Förderung der Projekte von fünf bis sechs Jahren. Flankierend zu den Forschungsprojekten wird auch der wissenschaftliche Austausch unterstützt: Sommerschulen, Gastprofessuren und Freisemester, Laborrotationen und Tagungen sind ausdrücklich erwünscht.

Weitere Informationen zu den Ausschreibungsbedingungen sowie zur Antragstellung finden sich unter Information zur Antragstellung (pdf). Anträge werden in elektronischer Form über das Antragsportal eingereicht.

Hintergrund

Die Förderinitiative „Integration molekularer Komponenten in funktionale makroskopische Systeme“ wurde im Jahr 2007 eingerichtet.