Wissenschaftler und Mitglieder einer afrikanischen Dorfgemeinschaft sitzen im großen Kreis auf dem Boden. Die Abendsonne wirft lange Schatten.

Dokumentation bedrohter Sprachen

Nächster Stichtag ist der 15. September 2010

Rund zwei Drittel der weltweit noch gesprochenen 6500 Sprachen – so die Schätzung – laufen Gefahr, in den nächsten ein bis zwei Generationen zu verschwinden. Wenn aber eine Sprache stirbt, dann stirbt letztlich ein Stück kultureller Vielfalt unserer Welt. Die Initiative kann diese Entwicklung nicht aufhalten, wohl aber dafür sorgen, die Zeugnisse dieser meist nur mündlich vermittelten Sprachkulturen vor ihrem spurlosen Verschwinden in einem elektronischen Archiv für bedrohte Sprachen aufzuzeichnen: mit Tonband, Videokamera, Fotoapparat und Notizblock.

Gefördert werden Dokumentationsprojekte sowie Symposien und Sommerschulen. Details zum Inhalt und zur Antragstellung finden Sie im Merkblatt und dem Antragsformular. Das Archiv für bedrohte Sprachen ist zugänglich über die Internetseite des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen.

 

Geschichten aus der Förderung

Vier Sprecherinnen der vom Aussterben bedrohten Sprache Gorani zusammen mit Projektleiter Dr. Geoffrey Haig von der Universität Kiel.

Je besser sich die Menschen weltweit verstehen, desto mehr kleine Sprachen sterben zugunsten der verbreitetsten aus. Damit dieses Wissen nicht zur Gänze verloren geht, sind weltweit Forscher im Einsatz, um die oft nur mündlich überlieferten Sprachschätze zu katalogisieren. In den Impulsen 2009 stellen wir drei der Projekte zur Dokumentation bedrohter Sprachen kurz vor.

Der Dorfplatz ist überfüllt, als die deutschen und nepalesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit all ihrem Gerät eintreffen. Ihr Ziel: ein Stück kulturelle Vielfalt Nepals vor dem Vergessen bewahren. Dafür verbinden sie ihre ethnologische, sprachwissenschaftliche und psychologische Expertise. Eine Reportage aus den Impulsen 2007.

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